In den Ferien die Schulbank drücken

Ein zweiwöchiges Feriencamp steht für fünfzehn Schülerinnen und Schüler der Sportmittelschule mit Migrationshintergrund jetzt auf dem Stundenplan. Täglich von Montag bis Donnerstag lernen sie von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr Deutsch, Mathematik und Englisch. Unterrichtet werden sie von der Sozialpädagogin Vanessa Mato, DaZ-Lehrkraft Hans Schätzl, Lehramtsanwärter Benedikt Buchinger und Praktikantin Jasmin Wegerbauer. Alle ausländischen Schüler wurden dazu eingeladen und sie haben dieses Angebot bereitwillig und gerne angenommen. Für sie heißt es jetzt auch in den Sommerferien pauken und büffeln. Dennoch sind die Mädchen und Buben mit Freude bei der Sache. Die meisten Kinder kommen aus Syrien und Afghanistan und sind vor Krieg und Terror geflohen. Sie haben viel Schlimmes erlebt und versuchen jetzt in Hauzenberg und Thyrnau Fuß zu fassen. Einige sprechen schon relativ gut deutsch, andere noch nicht. Für Schulleiter Hans Simmerl ist die deutsche Sprache der Schlüssel für eine gelungene Integration und für gute Lebenschancen. Deshalb legt man im Feriencamp großen Wert auf eine Verbesserung der Sprachkompetenz. In kleinen Gruppen wird intensiv an den deutschen Sprachkenntnissen gefeilt. Zudem erhalten die Schüler im Feriencamp Nachhilfeunterricht in den Fächern Mathematik und Englisch, denn nur so können sie erfolgreich am Regelunterricht teilnehmen und einen guten Schulabschluss in der Sportmittelschule schaffen. Dass dieses Konzept stimmig ist, haben erst vor wenigen Wochen eine Schülerin und ein Schüler aus Syrien bewiesen, die den Quali mit der Note „2“ absolviert haben. Einen festen Platz am Vormittag nimmt auch ein gemeinsames, gesundes Frühstück ein, das von REWE-Markt in Untergriesbach gesponsert wird. Auch Sport und Spaß kommen im Feriencamp nicht zu kurz. So stand auch ein Besuch im Schwimmbad in Waldkirchen auf dem Programm. Schließlich sollen alle Schülerinnen und Schüler der Sportmittelschule auch Schwimmen können.

Foto: Statt Faulenzen heißt es für sie Deutschlernen. Die Lehrer (von links) Vanessa Matko und Hans Schätzl helfen ihnen dabei.

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