Hansi Höpfl besuchte seine Schule

Peking 2022: „Ich will wieder dabei sein!“ Hansi Höpfl besuchte seine Schule Die Sportmittelschule Hauzenberg ist stolz auf diesen ehemaligen Schüler, den Weltklasse-Snowboarder Hansi Höpfl. Als äußeres Zeichen hat die Schule ein riesiges Transparent am Haupteingang aufgestellt, mit dem sie ihm zu seinem neuen sportlichen Erfolg gratuliert. Als erster und bisher einziger Hauzenberger durfte er 2014 bei Olympischen Spielen mitmachen. Auch vier Jahre später schaffte er die harte Qualifikation für die Spiele wieder und durfte mit der deutschen Olympiamannschaft nach PyeongChang fliegen. Nach seiner Rückkehr fand jetzt ein großer Empfang in der Schule statt. Bei einem gemeinsamen „Sportler-Frühstück“ berichtete er in einer kleinen, vertrauten Runde über sein neuerliches „Mega-Erlebnis“ Olympische Spiele. Er ließ die Tage in Südkorea Revue passieren, beantwortete Fragen aus der Runde und diskutierte mit ihnen auch verschiedene Themen aus der Welt der Spitzensports. Dann kamen auch die Schüler auf ihre Kosten. Angespannt und aufgeregt fieberten sie der Begegnung mit dem „Herrn der Sprünge mit dem Snowboard“ in der Schülerbücherei entgegen. Hansi Höpfl vermittelte ihnen zunächst mit großartigen Bildern einen Einblick in die Olympiastadt PyeongChang, in die beeindruckenden Sportstätten und in seine Vorbereitungen auf den olympischen Wettbewerb in der Halfpipe. „0lympia ist schon etwas ganz Besonderes. Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn du da oben stehst und nach unten schaust“, so Höpfl. Von dem ganzen Drumherum habe er aber am Start nichts mehr mitbekommen, er habe vollkommen abgeschaltet und nur noch den einstudierten Lauf abgerufen. Großen Applaus erhielt Hansi Höpfl als er den Schülern auf der Großleinwand seine beiden Läufe auf der Halfpipe zeigte. Für den ersten Lauf erhielt er 59,50 Punkte. Ein guter Lauf, aber zu wenig für den Final-Einzug. Deshalb riskierte er im zweiten Lauf einen Sprung mit höherem Schwierigkeitsgrad, den er aber bisher noch in keinem Wettkampf gezeigt hatte. „Der Sprung ist gelungen, aber ein anderer Sprung hätte besser sein können“, analysierte er kritisch diesen Lauf. Es reichte nicht für das Finale, am Ende war es Platz 23. Hansi Höpfl ist dennoch sehr zufrieden, „nach dem Verletzungspech in den vergangenen Jahren, war allein die Quali für die Olympischen Spiele für mich ein riesiger Erfolg.“ Fragen über Fragen von den Schülern prasselten dann auf den sympathischen Spitzensportler ein. Er erzählte, dass er in Bischofswiesen wohne und zur Bundeswehr-Sportfördergruppe gehöre. Er mache dort eigentlich nur Sport, trainiere viel am Trampolin und reise zum Training gerne nach Neuseeland, Weltcups fänden meist in Kanada, Amerika und Asien statt. Höpfl bedauerte, dass es in Deutschland keine Halfpipe gäbe und er zum Training in die Schweiz fahren müsse. Nach neuen sportlichen Zielen befragt meint er: „0lympia 2022, da möchte ich nochmal dabei sein, das wärs.“ Schulleiter Hans Simmerl würdigte abschließend den großartigen sportlichen Erfolg seines ehemaligen Schülers. Als persönliches Geschenk überreichte er ihm das eindrucksvoll bebilderte Buch „Donau-Moldau“ von Constance Müller. Er verband damit die Einladung, dass er immer wieder einmal nach Hauzenberg und in die Sportmittelschule kommen möge und den Wunsch, „dass wir 2022 die dritte Olympiateilnahe zusammen feiern können.“ Dann begann die Jagd nach Autogrammen und Selfis mit Hansi Höpfl. Noch über eine Stunde umlagerten die Schüler den Olympioniken, der wohl noch nie in seinem Leben so viele Autorgramme geschrieben hat. 

Bild 1: Heiß begehrt – Autorgrammkarten des ersten Hauzenberger Olympioniken

Bild 2: Gemeinsames Frühstück im Sportlerkreis (von links sitzend) Walter Hackinger, Alexander Bauer, Hansi Höpfl, Margit Uhrmann, (stehend von links) Hans Simmerl, Monika Schanzer, Sepp Wipplinger, Peter Hartl

Bild 3: Auch der 92-jährige Jahrdorfer Ski-Pionier Walter Hackinger gratulierte Hansi Höpfl und wünschte ihm eine weitere Olympiateilnahme, „auch wenn ich dann wohl nicht mehr mitfeiern werde“.

 

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