Dreiländer - Skilager

Das Skilager in den 7. Klassen ist an der Sport – Mittelschule Hauzenberg Tradition. Im Februar war es wieder mal so weit. Was kann es Schöneres geben als eine Woche Skifahren und Snowboarden? Nicht oft hat man Gelegenheit sich so richtig auf der Skipiste auszupowern. Aber von Jahr zu Jahr wird die Gruppe der Skifahrer kleiner. Nicht alle Kinder haben Gelegenheit das Skifahren zu lernen. Zu teuer , zu wenig Schnee in unserer Gegend. Hat das Skilager ausgedient? Wer diese Woche die sogenannten Nicht –Skifahrer begleitet hat, wurde eines Besseren belehrt. Das Schneeschuhwandern bei strahlendem Sonnenschein über Stock und Stein war nicht nur eine Beschäftigung für Nichtsportliche. Es war durchaus eine sportliche Herausforderung. Die größte Herausforderung war jedoch, als die Schüler zum ersten Mal auf den dünnen Langlaufbrettern standen. Am ersten Tag wirkte alles noch zittrig und mehr als einmal setzten sich manche auf den Hosenboden. Aber immer galt die Maxime: „Man muss einmal mehr aufstehen, als man hinfällt.“ Und schnell wurde es besser. Am zweiten Tag hatte die Gruppe große Unterstützung von Antonia, die eine hervorragende Langläuferin ist und ihre Mitschüler haben sich viel von ihr abgeschaut. So viel, dass sie am dritten Tag Herrn Simmerl begeistern konnten, der mit ihnen eine richtige Tour unternahm und sie sogar durch die Slalomstangen schickte. Die Begeisterung für die neue Sportart war groß. Aber auch beim Alpinen Skilauf waren Anfänger dabei. Die Gefühlslage stellte sich sehr unterschiedlich dann. Anfangs hörte man noch „Skifahren ist….“, bei der Schlussreflexion hieß es dann einstimmig, dass es toll war. Schwierig ist immer, wenn Schüler eine Verletzung haben, aber trotzdem gerne dabei sein wollen. Wie soll man diese beschäftigen, damit auch sie Spaß haben? In Lackenhäuser ist es leicht Wanderwege zu finden, die begeistern. Verschiedene Grenzüberschreitungen konnten verbucht werden. Österreich zu erreichen ist ja in dieser Ecke nicht schwer. Aber einige haben sich auch aufgemacht von Schöneben aus nach Tschechien zu wandern. Ziel war Glöckelberg. Die Kirche dort zieht in letzter Zeit wieder viele Touristen an. Der Weg dorthin war aber sehr einsam. Keine Häuser , nur Wald und verschneite Wege. Dann plötzlich erkennt man die Kirchturmspitze zwischen den Bäumen. Leider war die Kirche zugesperrt. Manchmal ist halt der Weg das Ziel. Skilager bedeutet auch ein Abendprogramm, denn bei aller Euphorie muss man sich eingestehen, dass die Schüler nicht sich selbst überlassen werden können. Das Bauen von Schneeskulpturen wurde zuerst gar nicht so freudig aufgenommen, aber plötzlich war ein eifriges Bauen und Diskutieren zu erkennen. Die Ergebnisse der meisten Gruppen konnten sich sehen lassen. Ein Pferderelief, eine Schildkröte, eine Burg, ein Vulkan und ein gemütliches Wohnzimmer waren wirklich sehenswerte Kunstwerke. Beim Aktivity spielen wurden Schauspieler entdeckt, beim Kartenspielen ging es hoch her. Eine Schneeballschlacht löste Erstaunen aus, weil „wir noch nie in der Schule mit Schneebällen werfen durften.“ So war für alle etwas dabei und auch die Lehrer waren sich einig: Eine gelungene Veranstaltung.

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