„Klavierspieler von Yarmouk“ zu Gast in der Sportmittelschule

Diese Schulstunde wird den 80 Schülerinnen und Schülern aus den 9. Klassen noch lange in Erinnerung bleiben. Der palästinensische Pianist Aeham Ahmad gab ihnen eine Kostprobe seines großartigen musikalischen Könnens und erzählte ihnen von seinen schrecklichen Erlebnissen in seiner Heimat in Syrien. Aeham wurde weltbekannt als er unter Lebensgefahr, zwischen den vom Krieg zerstörten Häusern in Yarmouk, Klavier spielte, um den Überlebenden mit seinen Liedern Hoffnung und Freude zu schenken. Mit einem kurzen Filmausschnitt, der das Leben in der Trümmerstadt eindrucksvoll dokumentierte, stimmte er die Jugendlichen auf seine Musik ein. Zwischen den gefühlvollen Liedern berichtete er immer wieder von seinen Erlebnissen vor und während des Krieges, von Hunger und Verletzungen, von seiner Flucht und seinem Ankommen in Deutschland. „Meine Lieder entstanden aus dem Leid. Ich spiele meine Erinnerungen und teile sie mit euch“, so der Musiker. Er ging auch auf alle Fragen der Schüler ein und warb um Verständnis für die syrischen Flüchtlingsfamilien und besonders für die Flüchtlingskinder in der Schule. Mit der Europahymne und der Bitte, immer wachsam zu sein für politische Entwicklungen und mitzuarbeiten an einer besseren Welt, schloss, der mit dem Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte ausgezeichnete Pianist, das Konzert, das alle Zuhörer tief berührte. Schulleiter Hans Simmerl dankte Aeham Ahmad mit einem Geschenk für die wunderbare Musik und seine bewegenden Worte und Dekan Alfons Eiber, der den „Klavierspieler aus Yarmouk“ nach Hauzenberg und in die Sportmittelschule eingeladen hatte.

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